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Republik in Nordafrika an der Küste des Mittelmeers zwischen Algerien im Westen und Libyen im Osten, 163 610 km2 , 10 Mio. fast ausschließlich arabisch-muslimische Einwohner, Hauptstadt Tunis, Amtssprache Arabisch.

Das aus einem Küstenstreifen bergig aufsteigende Tunesien fällt nach Süden in die Sahara ab und nimmt dabei zunehmend wüstenhafte Züge an. Landwirtschaft (Oliven, Zitrusfrüchte, Gemüse u. a.) wird daher fast nur im mediterranen Bereich betrieben, wo auch die beliebten internationalen Touristenzentren liegen (u. a. Insel Djerba). Weitere Erwerbszweige sind Fischfang, Phosphatabbau, Erdölförderung und zu geringem Teil die Industrie (Nahrungs- und Genussmittel, Textilien).

Geschichte

In früher Antike von den Phönikern besiedelt, war das im Gebiet des heutigen Tunesien gelegene Karthago bis ins 2. Jh. v. Chr. Hauptgegenspieler Roms, das es nach dem Sieg zu seiner Provinz Africa machte. Im 5. Jh. fiel sie an die Vandalen, wurde noch einmal von Byzanz zurückerobert und im 7. Jh. Beute der Araber, denen 1574 die Osmanen folgten. Frankreich gewann 1881 die Oberhoheit über Tunesien, sah sich aber starken Unabhängigkeitsbestrebungen gegenüber, denen es 1946 durch Gewährung der Autonomie und 1956 durch Entlassung in die Selbstständigkeit Rechnung tragen musste. Tunesien wurde nominell Republik, beherrscht jedoch vom persönlichen Regiment Burgibas. Erst mit dessen Sturz 1987 setzte eine behutsame Liberalisierung ein.